Kerndatensatz Senologie
0.9.0 - ci-build
Kerndatensatz Senologie - Local Development build (v0.9.0) built by the FHIR (HL7® FHIR® Standard) Build Tools. See the Directory of published versions
Diese Seite dokumentiert offene Design- und Modellierungsfragen, zu denen im Rahmen der Ballotierung Feedback erbeten wird.
Feedback zu den offenen Fragen kann über GitHub Issues eingereicht werden. Bitte referenzieren Sie die jeweilige Fragennummer.
Soll das Senologie-Modul ein eigenes Encounter-Profil definieren oder auf ISiK (ISiKKontaktGesundheitseinrichtung) verweisen?
Die Behandlung am Brustzentrum umfasst typischerweise mehrere Kontakte unterschiedlicher Art:
Diese Kontakte haben unterschiedliche Encounter.class (ambulant, stationär, teilstationär) und könnten durch eine EpisodeOfCare ("Behandlungsfall Mammakarzinom") als übergreifende Klammer verbunden werden.
Offene Teilfragen:
Implikation für Zentrumsfall/Indexfall (OncoBox D01): Die OnkoZert-Zertifizierung erfordert die Klassifikation des Indexfalls (Primärfall vs. Rezidiv vs. Zentrumsfall). Verlauf-Ereignisse (Lokalrezidiv, Fernmetastase, Zweittumor) beziehen sich immer auf diesen Indexfall. Ohne EpisodeOfCare fehlt die explizite Verknüpfung zwischen Encounter und Index-Condition. Aktuell wird die Primaerfallart im SM aus dem ICD-10-Prefix abgeleitet (C50 → invasiv, D05 → DCIS), was für Rezidiv-Fälle (ebenfalls C50) nicht ausreicht.
Externes Projekt: Die Modellierung von EpisodeOfCare für die Onkologie wird aktuell in einem separaten Projekt erarbeitet. Sobald ein EpisodeOfCare-Profil verfügbar ist, kann es als Klammer für Indexfall, Verlauf und Zentrumsfall-Zuordnung genutzt werden.
Welcher Abrechnungskontext gilt für Brustambulanzen und wie beeinflusst das die Encounter-Modellierung?
Brustzentren betreiben häufig eine Brustambulanz, die je nach Einrichtung unterschiedlich organisiert sein kann:
Jeder Typ hat eigene Abrechnungsregeln und beeinflusst, welcher Encounter.class und welche Account-Strukturen verwendet werden. Diese Frage muss mit den beteiligten Brustzentren geklärt werden.
Wie sollen antineoplastische Medikation und Begleitmedikation profiliert werden, und von welchen Basisprofilen soll geerbt werden?
Die korrekte Unterscheidung ist nicht "Systemtherapie vs. Begleitmedikation", sondern:
Für antineoplastische Medikation erbt das aktuelle Profil von MII_PR_Onko_Systemische_Therapie_Medikation — das stellt oBDS-Konformität sicher.
Für sonstige Medikation ist die Vererbungskette unklar:
Offene Teilfragen:
Systemtherapie_Medikation in Antineoplastische_Medikation umbenannt werden?Sollen Genexpressionstests (Oncotype DX, MammaPrint, Prosigna, EndoPredict) als DeviceDefinition modelliert werden statt als lokales CodeSystem?
Diese Tests sind kommerziell regulierte IVD-Medizinprodukte mit Hersteller, Modellbezeichnung und ggf. UDI-DI. Aktuell werden die Tests über ein lokales CodeSystem kodiert.
Argumente für DeviceDefinition:
Argumente für den Status quo (CodeSystem):
Wird die ConceptMap SNOMED CT → ASK (Arzneistoffkatalog) benötigt?
Das Modul enthält ConceptMaps für SNOMED CT → ATC und SNOMED CT → ASK. Die ASK-Integration wurde als Proof of Concept erstellt.
Offene Teilfragen:
Wie verhält sich die patientenberichtete Nebenwirkungserfassung (PRO-CTCAE) zur ärztlichen CTCAE-Dokumentation?
Es gibt kein offizielles Mapping PRO-CTCAE → CTCAE Grad. Die ärztliche CTCAE-Dokumentation wird als Senologie-Profil abgebildet (oBDS-meldbar), PRO-CTCAE über das MII PRO-Modul. Ein Mapping liegt außerhalb des Scope dieses IGs.
Sollen frühere Tumorerkrankungen im Senologie-Scope explizit abgebildet werden?
Anamnestisch erfasste Vorerkrankungen stammen üblicherweise aus der allgemeinen Patientenhistorie (KIS) und nicht aus der senologiespezifischen Dokumentation.
Offene Teilfragen:
mii-pr-onko-fruehere-tumorerkrankung referenzieren oder liegt das außerhalb des Scope?Wie wird im neoadjuvanten Setting die Verlaufs-TNM-Klassifikation strukturiert erfasst?
Bei neoadjuvanter Systemtherapie ist die TNM-Klassifikation mit y-Symbol meldepflichtig:
Offene Teilfragen:
Gibt es Vorarbeiten zur strukturierten Abbildung der Strahlentherapie im deutschen Kontext?
Die aktuelle Strahlentherapie-Dokumentation im Senologie-IG beschränkt sich auf ein einfaches Procedure-Profil mit Gesamtdosis, Einzeldosis, Fraktionen und Zielvolumen. Die Strahlentherapie wird typischerweise extern durchgeführt und die Daten liegen am Brustzentrum nicht primär strukturiert vor.
Für eine tiefere Strukturierung könnte der HL7 CodeX Radiation Therapy IG als Orientierung dienen. Dieser US-amerikanische IG bildet Bestrahlungspläne, Phasen, Fraktionierungsschemata und Dosisverteilungen detailliert ab.
Offene Teilfragen: